Pfadfinder-Advent in Neu-Anspach

Der außerordentliche Gottesdienst am 1. Advent (04.12.06) in der Christuskirche der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) in Neu-Anspach wurde vom Stamm „Turmfalken" der BPS gestaltet. Aus einem Event wurde durch dreimalige Einbeziehung der Zuschauer ein einmaliges Happening.

Die Pfadfinder luden die Gemeinde ein in Tischgemeinschaften an festlich geschmückten Tafeln mit Tee und Gebäck Platz zu nehmen.

Jede Sippe übernahm danach einen Teil des Gottesdienstes. So eröffneten zum Beispiel die „schwarzen Mambas" den Gottesdienst vollkommen unliturgisch mit einem 5 Fragen Rätsel, dessen Lösung  den anwesenden Besuchern ein „Herzlich willkommen" zurief.
Danach kamen alle Pfadfinder nach vorne und sangen das Stammeslied: "Jetzt ist die Zeit. Jetzt ist die Stunde, für unseren Kreis. Für unsere Runde..." Nach einer Begrüßungsrunde an den Tischen, verteilte die Sippe der „Fledermäuse" blaue Toilettenrollen. Ein Wettbewerb wurde damit gestartet, welche Nachbartische gemeinsam damit den schönsten Stern bilden konnten.

Schnell kam man nun zum Thema des Tages: „Begegnung mit Gott durch Menschen und Situationen." Die „Wildschweinchen" spielten als hinführendes Anspiel „Vater Martin" nach der gleichnamigen Novelle von Leo Tolstoi. Danach waren die Zuschauer und Gäste wieder gefragt. Es fand ein 10 Minuten Gesprächsaustausch an den Tischen statt zu folgender persönlicher Fragestellung: „Vater Martin hat erlebt, wie Gott durch Menschen zu ihm gesprochen hat. - Wo habt ihr schon einmal Hilfe in einer verzwickten Situation erfahren, sodass ihr sagen konntet, die Hilfe kam < wie vom Himmel?>".

Da gab es manches zu erzählen. 3 Personen kamen gerne nach vorne und berichteten stellvertretend für alle über ihre zum Teil fast unglaublichen Erlebnisse.

Die Kurzpredigt (10 Minuten) hielt dieses Mal nicht der Pastor, sondern die Gründerin des Stammes, Christliche Beraterin Edine Rieck, die das Thema durch das jüdisch-christliche Doppelgebot „Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst" auf den Punkt brachte, und nicht zuletzt auch durch eine persönliches Lebenszeugnis nachwies, dass echte Nächstenliebe nur durch eine gesunde Gottesbeziehung möglich wird.                                        
                                      
Dieses Thema gehörte schon immer zur Pfadfinderethik.  Oft wiedergegeben mit den Worten: „Be prepared to do every day a good dead."  (Bereit zu sein, jeden Tag einem Menschen etwas Gutes zu tun.)

Eingebetet und umrahmt war das seltsame und doch die Herzen  anrührende adventliche Gottesdienstgeschehen mit Liedern und zum Abschluss noch mit einem 3 fachen „Lobpreis", in dem die Pfadi-Band aus 3 Gitarren, Schlagzeug und Klavier eine derart perfekte Performance einbrachten, die spontan den Beifall aller Anwesenden auslöste.

Den Schlusssegen sprach ein Altpfadinder, der mit Dankesworten überleitete zum traditionellen Pfadfinder Lied „Nehmt Abschied Brüder,  ungewiss ist alle Wiederseh´n...Wir ruhen all in Gottes Hand. Lebt wohl! Auf wieder sehen." Dabei erfasste man die Hände der Nachbarn, die eigenen Arme überkreuzt nach Pfadfinder Art.

(Klaho. Lbg.)