Bundeslager 2001

Am 26. Juli kamen wir - die Turmfalken - mit 30 Mann am Lagerplatz in Zimmern bei Marktheidenfeld an. Unsere Zelte, eine Jurte und eine Doppel-Hochkohte, wurden sofort aufgebaut und wir konnten den Abend mit den anderen Stämmen am Lagerfeuer verbringen.
Thema dieses Bundeslagers war David, der Königssohn, der "unter Acht und Bann" lebte. Seine Abenteuer und Erlebnisse wurden jeden Tag in Andachten, Geländespielen und anderen Aktivitäten vertieft. Aus diesem Grund wurde extra ein Andachtsheft für jeden ausgearbeitet. Jeder Teilnehmer bekam auch ein Lagerliederbuch, das Bepeli.

An den ersten Lagertagen wurden verschiedenene Workshops angeboten, z.B. konnte man Schmuck herstellen, mit Leder arbeiten oder Tänze einüben.
Das beliebteste Angebot war jedoch das Kanufahren, das allen Teilnehmern eine Menge Spaß bot.
Höhepunkt des Lagers war das große Geländespiel, in dem wir in verschiedenen Spielen miterleben konnten, wie das Leben von König David unter Acht und Bann aussah.
Zunächst konnte ganz nach "Siedler" Art gehandelt und geraubt werden, dann war Kreativität gefragt, als jede der Sippen mit riesigen Pappkartons Geb&aml;ude für die Stadt Ziklag aufbauen musste - doch noch am selben Abend wurde die prächtige Stadt von den Feinden der Israeliten gnadenlos mit einer spektakulären Aktion niedergebrannt.

Sofort nahmen ein paar ganz mutige Pfadfinder die Verfolgung auf und konnten die Feinde in die Flucht schlagen. Am nächsten Tag folgte dann das große Finale: Die Israeliten mussten die Stadt Jebus einnehmen. Doch nur einer Sippe gelang es, sich durch den Stadtgraben einzuschleichen und die Wachen so zu umgehen.
Alle anderen Gruppen zogen gemeinsam unter Siegesrufen in Jebus ein. Immerhin belegten die Grizzlys und die Feuersalamander aus unserem Stamm den 6. Platz, was bei den vielen Sippen und den nicht ganz einfachen Aufgaben keine Leichtigkeit war.

Ein weiteres Highlight auf dem Lager war das große Hajk, bei dem die Lagerteilnehmer in zwölf Gruppen aufgeteilt wurden, die nach den Stämmen Israels benannt waren. Unser Stamm wurde in zwei Hajk-Gruppen aufgeteilt, Simeon und Naftali. Die vielen verschiedenen Gruppen mussten nun bestimmte Aufgaben erfüllen und versuchen, sich mit Karte und Kompass in der Gegend zurechtzufinden und einen geeigneten Schlafplatz finden.

Unterwegs kam es zu einigen spektakulären Ereignissen, z.B. überquerte die Gruppe Simeon mit 17 Leuten in einem einzigen Kanu den Main. Da die Sonne ziemlich heiß vom Himmel brannte, gab es auch viele Pausen zum Baden und Erholen.
Am nächsten Tag liefen die Gruppen dann wieder zum Lagerplatz zurück und mussten ein einstudiertes Lied oder einen Schlachtruf zum Besten geben. Das hat allen riesigen Spaß gemacht.

Trotz der vielen Aktivitäten hatten wir auch oft Freizeit und konnten sogar einmal ein nahe gelegenes Schwimmbad besuchen. Abends gegen elf Uhr war offiziell Ruhe, die Älteren konnten sich aber noch in der Roverrunde aufhalten.
Am letzten Abend gab es für alle ein riesiges Festmahl mit anschließendem Bunten Abend. Nach den vielen Darbietungen hatten Pfadfinder aus allen Stämmen die Gelegenheit, ihr Versprechen abzulegen.

Das Lager ging 10 Tage lang vom 26. Juli bis zum 4. August und hat allen viel Spaß gebracht. Auf der Rückfahrt mussten wir beinahe eine ganze Stunde auf dem Nürnberger Bahnhof warten, da der Zug, mit dem wir fahren wollten, überfüllt war. Dennoch kamen wir alle gut zu Hause an und konnten von unseren vielen Erlebnissen berichten.

David