Kanulager 1997

Stammeslager in Weilburg vom 1.9. bis 4.9.97

Am Montag, den 1. September um 14:00Uhr war es endlich soweit. Unser Stammeslager in Weilburg/Lahn war angesagt. Wir kamen nach abenteuerlicher Fahrt endlich am Jugendzeltplatz an, der übrigens genau für uns abgestimmt war. Plumpsklo war eigentlich nicht unser Ding, aber ich denke wir haben das Beste daraus gemacht.

Jetzt hieß es "Aufbauen". Für mich was ganz Neues. Bis so eine Jurte steht, das brauch schon seine Zeit, und zudem muss da jeder mithelfen. Und das auch noch in der heißen Sonne. Aber die Abkühlung war ja nicht weit, denn der Jugendzeltplatz liegt direkt an der Lahn. Die Kids haben sich explosionsmäßig mit einem Autoschlauch bewaffnet und sind in die Lahn gesprungen. Das Bild war gigantisch.

Gigantisch sah auch unser 3-Mann-Zelt (Mitarbeiterzelt) aus. Wenn man die Stangen zu Hause vergisst, wird man erfinderisch. So ein mit Seilen abgespanntes Zelt habe ich noch nie gesehen. Echt gut. (Uwe, ich danke dir. Der Herr hat dir viel Phantasie geschenkt).

Am Dienstag war nach der Schlossbesichtigung, dem Stadtbummel und dem Mittagessen kein Halten mehr für die Kids. Floßbauen war angesagt. Stunden waren sie beschäftigt, und wir (Edine und ich) hatten ein bisschen Zeit zum Entspannen und zu einem Schläfchen.

Mittwoch war der Tag auf den alle ganz sehnsüchtig gewartet hatten. Kanufahren war dran. Nach ca. 100m schippern üben mussten wir schon durch den ziemlich dusteren Schifffahrtstunnel paddeln. 22km paddelten wir nach Villmar. Und wer bis dahin noch nicht genug hatte, paddelte und kenterte noch 3km weiter bis nach Runkel. Zurück kamen wir mit der Lahnbahn. Erschöpft und hungrig von diesem Tag ging es ans Abendessen.
Danach kam für viele die schon heiß ersehnte Versprechensfeier. Eigentlich wollten wir dazu in den Schlossgarten laufen, aber eigentlich fanden wir es nach diesem Tag auch auf dem Jugendzeltplatz idyllisch genug. Ja, da ist es dann passiert. Für Ute und mich sicherlich vor einem halben Jahr undenkbar und jetzt doch Wahrheit geworden. "Wir sind jetzt echte Pfadfinder." Anita Müller wurde noch Pfadfinder, sowie Christian Rieck, Norbert Müller und Jan Presse wurden Jungpfadfinder. Und dann kam, was kommen musste: Uwe wurde "Ehrenpfadfinder".

Auch wenn das Liedgut ein anderes ist, als in meiner bisherigen Kinderarbeitszeit, fand ich es toll, dass wir wirklich alle gemeinsam am Lagerfeuer saßen und mit Begleitung meiner alten Wandergitarre gesungen haben.
Das Motto des Lagers hieß:"Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst. Der Große hilft dem Kleinen."
Das ist gleichzeitig der Pfadfindergruß. Und er wurde beherzigt. Bei der Andacht halfen die Großen den Kleinen, und für uns Mitarbeiter war es schön, mit anzusehen, was das für eine tolle Truppe in den drei Tagen entstanden war. Auch wenn der eine oder andere sich das nicht vorstellen kann, es macht echt viel Spass, und es ist was ganz Besonderes"Pfadfinder" zu sein.

Gut Pfad

Mats