Kirchentag 2001

13. -17.06.01

Dieses Jahr wurde erstmals der Versuch gemacht, den gesamten Kirchentag rund um die Uhr zu umbeten. Dies geschah in einem extra für diesen Zweck aufgestellten interkonfessionellen Gebetszelt auf dem Lohrberg in Frankfurt.
Auf Anfrage der Gebetszeltleitung, ob wir die Levitendienste (Nachtwache, organisatorische Hilfe und ein Dasein als "Mädchen für alles") fürs Zelt übernehmen könnten, stimmten wir mit großer Begeisterung zu.

Das Angebot war verlockend, zwischen unseren Schichten konnten wir uns in Frankfurt bewegen und die verschiedenen Kirchentagsveranstaltungen besuchen . Das Essen bekamen wir frei am Gebetszelt, wo wir auch unsere Zelte aufschlagen konnten.
Dies klingt nach viel Abwechslung und Abendteuer - war also genau das richtige für uns Pfadfinder.

Gesagt, getan, so standen wir am 13. Juni auf dem Lohrberg und begannen damit, uns einzurichten. Vom Lohrberg , der am nordöstlichen Ende von Frankfurt etwas außerhalb liegt, kann man die ganze Stadt überblicken. So war also auch für eine beschauliche Atmosphäre gesorgt.
Nachdem wir unsere Jurte und zwei Kohten aufgestellt hatten, begannen wir damit, die Beschilderungen in der Umgebung anzubringen, damit die erwarteten Gäste uns auch finden würden.

Die wirkliche Arbeit begann für uns dann am Abend. Die erste Veranstaltung im Gebetszelt begann. Von da an war ständig eine Gruppe von uns mit kleineren und größeren Arbeiten, wie z.B. der Nachtwache, beschäftigt. Das Gebetszelt war nun den ganzen Kirchentag lang rund um die Uhr belegt, wobei sich die Gruppen (meistens einzelne Gemeinden) alle zwei Stunden abwechselten.

Der nächste Tag war geprägt von harter Arbeit. Eine Gruppe war die ganze Zeit damit beschäftigt durch die ganze Stadt zu fahren und dort aufgestellte Kästen mit Gebetsanliegen zu leeren und diese Zettel dann zum Färbittezelt auf "unserem" Lohrberg zu bringen.
Die andere Gruppe versuchte nun den Rest des Tages die vielen Besucher möglichst fair auf die wenigen Parkplätze zu verteilen. Dies erwies sich als recht schwierig, da an diesem wunderschönen Nachmittag sämtliche Stammgäste ihre Stammplätze haben wollten.
Das Sauberhalten des Geländes wurde mindestens einmal am Tag von 2 Pfadis durchgeführt. Hierbei wurden die Mülleimer geleert und die Wiese von anderem Unrat befreit. Ein Problem war, dass die Müllabfuhr die ersten 3 Tage nicht zum Lohrberg kam, so waren wir sehr erleichtert, als am 4 Tag ein LKW unseren Abfall mitnahm.

Das Einsammeln der Gebetsanliegen wurde meist mit der ganzen Gruppe erledigt, dies lies sich nämlich wunderbar mit einem Ausflug auf den Kirchentag verbinden. Es dauerte seine Zeit, bis man die verschiedenen Standorte, die in ganz Frankfurt verteilt waren mit den öffentlichen Verkehrmitteln angefahren und gefunden hat.

Zwischen den einzelnen Schichten konnten die Gruppen selbst ihr Programm bestimmen. Die meisten gingen Kirchtagsveranstaltungen besuchen, insbesondere auf dem Messegelände. Dort wurde in jeder Halle diskutiert, ausgestellt und musiziert. Jeder konnte sich sein spezielles Programm zusammenstellen. Auch auf dem Messeplatz sowie wie überall im Stadtzentrum gab es verschiedene Ausstellungen und Veranstaltungen.
Mit meiner Gruppe z.B. sind wir einfach durch die Straßen gezogen und haben uns die verschiedenen Angebote angesehen. Gefiel uns eine Veranstaltung nicht, so suchten wir im dicken Programmbuch nach einer besseren in der Nähe.Einmal besuchten wir das Leihfalschenhaus und kurze Zeit später das Konzert am Opern Platz.

Einige der Veranstaltungen lagen nicht im Stadtzentrum, sondern außerhalb. Dies bedeutete U-Bahn fahren. Am 16. besuchten wir im Eisstadion ein Konzert, das uns nicht gefiel, so fuhren wir zur nächst besten Veranstaltung, ein ansprechendes Konzert in einem Bü,rgerhaus außerhalb von Frankfurt.
An diesem Abend kamen wir erst gegen 23:00Uhr zurück. Überall stießen wir auf Pfadfinder die auch als Ordner eingesetzt wurden. Wir machten interessante Bekanntschaften und lernten viele verschiedene Pfadfinderbünde kennen.

Kaum das man sich versah war auch schon der letzte Tag, der Sonntag angebrochen. An diesem Tag ging der Kirchentag zu Ende und das schöne Wetter auch. So mussten wir im nassen unsere Zelte abbauen. Es gab noch einen Abschlussgottesdienst, nach dem wir nach Hause fuhren. Alle Teilnehmer waren von dieser Aktion begeistert und wollen auch gerne am Kirchentag 2003 in Berlin mitarbeiten.

moby