Pfadipaddeln 26. - 29.08.2003


5 Mitarbeiter unseres Stammes trafen sich früh morgens am 26. August in Fürfurt, nähe Weilburg. Hier starteten wir mit unseren beiden Kanus bei bestem Wetter unsere Lahntour.
In den folgenden drei Tagen fuhren wir die Lahn bis zum Rhein runter.
Also stopften wir unser Essen und das Nötigste in unsere wasserdichten Tonnen und fuhren erst mal bis hinter Runkel - immer fleißig die Schleusen auf und zu kurbeln. Diese Strecke war uns ja von den vergangenen Kanulagern vertraut. Wir wussten allerdings nicht, dass danach im unteren Lahnbereich die Schleusen elektrisch und von einem extra angestellten Schleuser betätigt wurden. Prompt fuhren wir ahnungslos in eine geöffnete Schleuse rein und bekamen vom wütenden Schleuser zu hören, dass wir gerade eine Verkehrssünde auf dieser „Wasserstrasse" begangen hätten. Tatsächlich hatten wir unter anderem ein auffälliges rotes Schild nicht beachtet, das mit viel Fantasie ein Wasser-Stoppschild sein könnte. „80 Euro kostet das, wenn die Wasserpolizei, die vorhin da war, euch erwischt hätte" rief uns der Schleuser noch hinterher.
Nach 30 km Tagestour und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 4 km/h campierten wir auf einem idyllischen kleinen Uferstück. Ein Liebespärchen musste weichen, als wir anlegten und unser Zelt aufbauten. Wir bekamen noch gute Nudeln in Tomatensoße und dann, nach einem abendlichen Schwimmen, ging's in die Schlafsäcke.
Auch am nächsten Morgen brachen wir früh auf. Wir hatten die Losungen mitgenommen und begannen jeden Tag mit einer kleinen Andacht.
Der Fluss führte uns weiter durch die Residenzstadt Limburg und durch die schöne Kurstadt Bad Ems. Dort schoss das Wasser aus einer Fontäne mitten in der Lahn in den Himmel. Wir sind mitten durch gefahren und waren erstaunt, wie viel Wasser danach im Kanu war.
Unsere Tour verlief weiterhin ohne große Zwischenfälle bis wir kurz vor dem Rhein um ein Haar keinen Platz zum campen gefunden hätten. Auf einem Schleusenwehr mit Grünfläche drei Meter über dem Wasser fanden wir dann noch Platz zum Schlafen. Am nächsten Morgen begrüßte uns dann auch der skeptische Schleuser. An diesem letzten Tag fuhren wir den letzten Kilometer bis zum Rhein und ließen uns dann abholen. Inzwischen hatte es auch angefangen zu regnen. Die Kanus brachten wir noch zurück zu den Wandervögeln, die sie uns geliehen hatten und dann sind wir, müde wir wie warn, alle nach hause gegangen. Insgesamt war die Tour sehr spannend und abwechslungsreich.
  
by David F.





Hier eine kleine Tourbeschreibung:






1.Tag: Start bei km 50,8 in Fürfurth. Gleich kann es losgehen, bewaffnet euch mit Paddeln!!




2. Tag: Übernachtet wurde kurz nach Limburg bei km 80 und hier zu sehen die Schleuse vor Diez.




Irgendwo zwischen Diez und Balduinstein.



Kurz vor Balduinstein und wieder ein Paddelschlag weiter.



Das Ende eines 2km Kraftwerkstollens durch den Berg von Balduinstein nach Lauenburg.



3.Tag: Gut ausgeruht ging es diesen Morgen weiter bei km 107. Und hier ein Bild nach dem Großeinkauf bei Aldi in Nassau.



Hier der bekannte Kurort Bad-Ems und geradeaus die verlockende Wasserfonthaine für eine nasse Durchfahrt.



4.Tag: Während des Frühstücks nach einer angenehmen und trockenen Übernachtung auf dem Schleusenwall km 136.