Stammeslager 02-05.10.2003 mit Stamm Hela aus Essen


Franz Philipps, Wilderich Graf von Walderdorff lädt zum Fest ein


Die Führer des Pfadfinderstammes aus Neu-Anspach reisten schon am 2. Oktober, also einen Tag früher als die anderen Teilnehmer, zu der außerhalb des Dorfes Molsberg gelegenen Grillwiese, um dort die Zelte der Neu-Anspacher Turmfalken aufzubauen und bevorstehende Spiele vorzubereiten. Am Vormittag des nächsten Tages reisten die restlichen Teilnehmer aus Neu-Anspach und gegen Mittag auch die Pfadfindergäste aus Essen an. Nachdem die letztgenannten ihre Zelte aufgebaut hatten und das Mittagessen eingenommen war, gab es für den restlichen Nachmittag so genannte Workshops, in denen man z.B. Kerzenständer aus Holz bauen, sich mit dem Pfeil und Bogen üben oder Frühstücksbrettchen herstellen konnte. Nachdem Abendessen kam die eigentliche Eröffnung des Lagers, die mit einem Nachtgeländespiel eingeleitet wurde. Ein Herold des Grafen von Walderdorff trat auf und lud alle Ortsteile der Umgebung zu einem großen Fest des Grafen ein. Alle Teilnehmer wurden in zwei Orte eingeteilt, Talheim und Dornburg. Die Schwierigkeit war nun, dass beide Orte als verfeindet galten und beide dem Grafen mehr bieten wollten, als der jeweils andere Ort. Dazu gab es im Nachtgeländespiel dann gleich die Möglichkeit, an etwas Gold heran zu kommen: Im Spiel „Goldtransport" mussten in völliger Dunkelheit Goldbarren durch den gegnerischen Wald geschmuggelt werden, ohne dass die Barren gefunden wurden.
Nachdem am nächsten Vormittag eine Andacht abgehalten wurde, galt es, in der nächsten Disziplin die Gunst des Grafen zu erlangen: Jeder Ortsteil musste Informationen über die alten Grafen von Walderdorff herausfinden und ein Theaterstück zur Belustigung des Grafen einüben. Zu diesem Zweck machten sich alle Ortsteile auf nach Molsberg, um die dortigen Bewohner über die Grafen und das Schloss zu befragen. Gleichzeitig musste man sich aber vor den anderen Gruppen in Acht nehmen, die ja ebenfalls auf der Suche nach den besten Informationen waren. Am Nachmittag fand dann der entscheidende Wettkampf statt: In einem harten Rittertunier sollte jeder Ortsteil seinen Mut und sein Geschick beweisen. Mit einer Armbrust wurde der Beste Schütze erfasst und mit der Lanze und einem Pferd konnte man schnell den besten Reiter ausfindig machen. Außerdem musst man ein Rad durch zwei Pfosten rollen, was viel schwerer war, als es aussah, und an einem Seil entlang hangeln.
Nach dem sich die Sonne gegen Westen wandte, begann die gräfliche Feier und das Festmahl wurde mit großem Hunger eingenommen. Mit vollem Magen wurden dann dem Gastgeber, Franz Philipps, Wilderich Graf von Walderdorff die eingeübten Schauspiele vorgeführt, sie füllten einen Großteil des Abends und trugen sehr zur Belustigung des Publikums und speziell des Grafen bei.
Nach all den Wettkämpfen der beiden Tage war es nun für den Grafen an der Reihe, den besten Ortsteil zu ehren. Die Entscheidung fiel dem alten Grafen nicht leicht, da alle Ortsteile ähnlich gut waren, doch schließlich entschied er, „Unterdornburg" als Sieger auszuzeichnen. Mit seinem Schwert in der Hand schlug Franz Philipps seine Helden zu Rittern von Molsberg und jeder erhielt einen neuen ritterlichen Namen sowie eine Urkunde. Nachdem noch einige Lieder am Lagerfeuer gesungen wurden, gingen alle schlafen. Am nächsten Morgen gab es gleich nach dem Frühstück einen Abschlussgottesdienst, wonach es sofort an das Abbauen der Zelte ging.
Nicht zuletzt durch das weitgehende Wetterglück, war es mal wieder ein rundum gelungenes Lager.
  
by Benjamin R. und Tim F.