Stammesweihnachtsfeier 2011


"Das war die beste Weihnachtsfeier, die wir je hatten", sagt Muddi. Fest steht, dass auch die diesjährige Weihnachtsfeier die drei Kriterien erfüllt hat, durch die sich unsere Weihnachtsfeiern schon immer auszeichnen: 1. einen sorgsamst aufgestellten, aber nicht eingehaltener Zeitplan; 2. ein an Chaos grenzendes Gewusel; und 3. jede Menge Spaß.
Zu unserer Anfangsrunde im Gottesdienstraum waren wir nur ein kleines Grüppchen, aber das hielt uns nicht davon ab, direkt mit unserem Programm zu starten. Schließlich hatten wir eine noble Mission - "Schlag den Mario" hieß das Spiel, in dem die einzelnen Sippen in fünf verschiedenen Disziplinen gegen Mario antraten: Nachdem wir unsere Geschicklichkeit beim Turmwettbau bewiesen hatten, ging es in der zweiten Spielphase darum, möglichst viele Reime zu klassischen Pfadfinderbegriffen zu finden. Danach nahmen immer zwei Pfadis aus jeder Gruppe die Herausforderung an, nur mit Teppichstücken ausgerüstet im Wettrennen gegeneinander den Raum zu durchqueren. Um Schnelligkeit ging es auch in der letzten Disziplin, dem Schubkarrenspiel, während in einer anderen Spielsequenz die Merkfähigkeit ausgewählter Pfadis gefragt war. Weil es am Spielende unentschieden stand – die Sippen hatten sich heldenhaft geschlagen! -, wurde das Ergebnis durch eine Schätzfrage ermittelt, bei der Mario um eine Nasenlänge vorne lag und so doch ungeschlagen blieb.
Nach so viel Aufregung gab es erst einmal Tschaj und Plätzchen; gleichzeitig wurden die einzelnen Sippen fotografiert. Dann leitete eine kleine Weihnachtslieder-Singerunde mit dem noch immer standhaften Mario über zum ruhigeren Teil des Nachmittags. In einem kurzen Rückblick erinnerten wir uns an die schönsten Erlebnisse des Pfadfinderjahres und zündeten als Ausdruck der Dankbarkeit Kerzen an. Unsere Dankbarkeit über das Geschenk Gottes, das Weihnachten für die Menschen bedeutet, war auch Thema unseres Anspiels, das alle Sippen gemeinsam gestalteten. Ute schloss mit einer kurzen und eindrücklichen Andacht ab, und dann brachen wir auf zu unserer Versprechensfeier, mit der unsere Weihnachtsfeier traditionell endet. Der Ort war wegen Zeitknappheit zwar ein wenig ungewöhnlich – wir versammelten uns auf dem Schulparkplatz der ARS -, aber im Kreis von mittlerweile über 60 Pfadis wurde das Ablegen der Versprechen doch zu einer schönen und feierlichen Angelegenheit. Und dann hieß es Abschiednehmen für dieses Jahr: allerdings schon mit Vorfreude aufs neue Pfadfinderjahr 2012!

tiri