Der Turmfalke


„Wer den Turmfalken kennt, weiß, dass er zu den nützlichsten Vögeln zählt und unseren Feldern nur zum Segen gereicht." Brehm 1863

Als unser Stamm im Oktober 1995 aus einem Mangel an Jugendarbeit in unserer Gemeinde (der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Neu-Anspach) gegründet wurde, stellte sich  den Mitarbeitern eine wichtige Frage: Wie sollte der Stamm heißen? Nach längerem Überlegen wurde beschlossen, einen Falken als Stammestier zu wählen. Also suchten wir nach einer Falkenart, die in unser Region ansässig war und die gut zu unserem Stamm passte. So kamen wir schließlich auf den TURMFALKEN.
Der Turmfalke ist der häufigste unter den zehn in Europa lebenden Falkenarten und mit dem Mäusebussard der häufigste Greifvogel unserer Region. Er ist eine anpassungsfähige und vermehrungsfreudige Art. Auch die Pfadfinder unseres Stammes haben sich mittlerweile in unserer Region weit verbreitet und sich nicht nur ihrem Siedlungsraum gut angepasst, sondern auch den Gewohnheiten in anderen (Bundes-)Ländern, die wir auf vor allem auf unseren Auslandsfahrten kennen lernen konnten. Genau wie der Turmfalke kann sich unser Stamm häufig über „Nachwuchs" freuen, in den letzten Jahren ist unsere Turmfalkenkolonie auf ca. 90 Stammesmitglieder angewachsen.
Seinen Horst baut der Turmfalke z.B. in Kulturbauten, Kirchtürmen, Fabrikschornsteinen, Ruinen, Rüstlöchern von Autobahnbrücken, Strommästen oder seiner Natur nach in Bäumen, Waldrändern oder im Fels bis 1400m. Unser Stamm hat seinen Horst in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Neu-Anspach eingerichtet. Inzwischen ist aber auch unsere Blockhütte im Wald bei Hunoldstal fertig. Auf Fahrten werden Lagerplätze meist in Wald- oder Bachnähe gewählt.
Die Turmfalken sind kleine bis mittelgroße Vögel und gute Flieger.
Der Turmfalke hat spitz endende Flügel, einen abgerundeten Schwanz, ausgeprägte und gute Augen, kräftige Krallen an seinen sattgelben Füßen und einen Schnabel mit einem hakig nach unten gebogenen Oberschnabel. Sein Gefieder ist für gewöhnlich in rötlichen Tönen gefärbt und mit  schwarzen Flecken versehen, sehr passend zu den schwarz-roten Halstüchern unserer Pfadfinder.
Der Turmfalke braucht täglich etwa 25 % seines Körpergewichts an Nahrung, er ernährt sich hauptsächlich von Fledermäusen, Nagetieren, Schmetterlingsraupen und Singvögeln. Der Speiseplan unserer ebenfalls stets hungrigen Pfadfindern sieht zwar etwas anders aus, dennoch entwickeln sich vor allem auf Hajks merkwürdige neue Gerichte, deren Bestandteile nicht immer zusammen passen.
Ganz wie manche Mitglieder unseres Stammes hat der Turmfalke auch nicht nur einen, sondern mehrere, insgesamt 38 verschiedene Namen, z.B. Mauer-, Dom- oder Rüttelfalke, Roter Sperber oder Rüttelgeier. Der letztgenannte Name passt sehr gut zu dem Turmfalken auf unserem wunderschönen Stammesabzeichen, der bisher selten als Turmfalke erkannt wurde.
Turmfalken können bis zu 14 Jahre alt werden. Unser Stamm Turmfalke ist jetzt etwa 12 ½ Jahre alt. Wir hoffen, dass er es seinem Namensvetter nicht nachtut, sondern sein 14. Lebensjahr weit überschreitet!
Zuletzt sei noch gesagt, dass unser Stamm versucht, es dem Turmfalken nachzutun der Region ein Segen zusein. So beteiligen wir uns regelmäßig an Umweltaktionen und bemühen uns,  den Kindern und Jugendlichen Sinn und Ziel für ihr Leben zu geben.